Que Viva Hotzenplotz!

Kultur | KLAUS NÜCHTERN | aus FALTER 31/02 vom 31.07.2002

VERBRECHEN. Der "Räuber Hotzenplotz" wird vierzig Jahre alt, und "Harry Potter" erfährt die Nobilitierung zur Hochliteratur. Das Gesicht des Bösen hat sich gewandelt. 

Besondere Kennzeichen: Schwarzer Räuberhut, lange, im oberen Drittel deutlich gekrümmte Feder, Stoppelbart." Im Steckbriefschreiben ist Oberwachtmeister Dimpfelmoser wohl kaum Jahrgangsbester gewesen. Denn beim Barte des Gesuchten kann von "Stoppeln" wohl kaum die Rede sein, lässt das dichte Gestrüpp doch wenig mehr als die räuberhutschwarzen Augen und die mehr als markante Nase frei. Und schließlich hätten auch die sieben Messer, der Säbel und die Pfefferpistole Erwähnung verdient. Kurz und gut, der Gesuchte ist in seiner Räuberhaftigkeit dermaßen überdeterminiert, dass eine nähere Beschreibung im Grunde genommen überflüssig ist: Den Räuber Hotzenplotz - denn um niemand Geringeren handelt es sich - würde ein Blinder im Dampfbad erkennen. Dass er einmal tatsächlich nicht erkannt wird, ist einer der zugleich


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