Rette es, wer kann

WOLFGANG KRALICEK | Kultur | aus FALTER 31/02 vom 31.07.2002

KINOS. Das Gartenbau-Kino wurde schon wieder gerettet: Nun übernimmt die Viennale das Haus. Die Mitbewerber fühlen sich als Opfer einer Polit-Farce. 

Das Gartenbau-Kino hat, wie vorige Woche bekannt wurde, abermals einen neuen Besitzer: Die Viennale wird sich in dem großen Kino am Parkring künftig nicht nur während des Festivals im Oktober einmieten, sondern das ganze Jahr über das Sagen haben. Überraschend kam diese Nachricht vor allem deshalb, weil das Gartenbau erst vor wenigen Wochen den Gesellschaftern der City Cinemas zugeschlagen worden war (siehe Falter 26/02).

  Die Jetzt-doch-nicht-Betreiber des Gartenbau-Kinos - die Filmproduzenten Helmut Grasser und Kurt Stocker, der Filmverleiher und Kinobetreiber Michael Stejskal sowie der Tonstudiobesitzer Matthias Forberg - waren es auch, die den Deal öffentlich machten. "Für uns stellt sich die Frage, ob es wirklich Zweck und Aufgabe eines Filmfestivals sein kann, ein Kino ganzjährig zu betreiben", heißt es in einer Presseerklärung.

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