Kunst Kurz

NICOLE SCHEYERER | Kultur | aus FALTER 31/02 vom 31.07.2002

Heimo Zobernig wirbt für die Zigarettenmarke Nil, Elke Krystufek zieht sich immer noch aus, und Marcus Geiger neigt zu ausschweifenden Erörterungen: So viel lässt sich dem neuen Kunst-Fanzine "Chicago" schon beim schnellen Durchblättern entnehmen. Das nach seiner Schriftart benannte Heft stammt von den Kunststudenten Christian Egger, Alexander Wolff und Christian Mayer und soll in Zukunft viermal jährlich erscheinen (zeitschrift@ gmx.net; E 3,-). Chicago dominieren Bildbeiträge und Interviews, zum Beispiel mit Wally Salner und Johannes Schweiger vom Label fabrics interseason oder mit Ulrike Kremeier vom Berliner Kunstraum plattform; Rezensionen finden eher im Vorbeigehen und in Form von Tipps ihren Platz (auch viel Musik). Auf Bewertungen der Wiener Kunstszene, Kommentare oder Verrisse wird verzichtet. Man hat also sozusagen das Salz in der Suppe weggelassen: Denn liegt der Reiz des Fanzines nicht gerade in der persönlichen Note, im unzensurierten Schwärmen, im Tratsch und Geläster

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