NÜCHTERN BETRACHTET: Warum bleibt Wurmdobler gelassen?

Kultur | aus FALTER 31/02 vom 31.07.2002

Hin und wieder kommt es vor, dass ich mich unter jener Hundertschaft befinde, die "ZiB 3" schaut. Da gibt es viel zu sehen, was einen nachdenklich macht, und noch am nächsten Tag schüttle ich oft innerlich den Kopf - einmal, ob gewisser nachdenklich stimmender Nachrichten wegen, und noch einmal, weil ich mir nicht mehr ganz sicher bin, ob ich nicht schon zu betrunken gewesen bin, um einen komplexen Sachverhalt richtig zu verstehen. Neulich war zu erfahren, dass es mit der Hendlbratkette Wienerwald rapide bergab gehe. Worauf mein Lieblings-Gastro-Kritiker auftrat und erklärte, dass es eben vorbei sei mit der faden Hendlbraterei und dass die jungen Menschen dem tantenhaften Wienerwald nichts abzugewinnen wüssten. Am nächsten Tag stürmte ich ganz aufgeregt in die Stadtleben-Etage des Falter-Medien-Towers und suchte das Redaktionsbüro von Christopher "Christopher" Wurmdobler auf: "Alles anders, alles zurück!", rief ich. "Der Wienerwald geht ein!" Wurmdobler, der redaktionsintern seiner


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige