Sideorders: Neue Bögen

Stadtleben | aus FALTER 31/02 vom 31.07.2002

Dass das "Donauinsel-Prinzip" - einfach ein paar Lokale hinpicken und schon wächst aus einer Ghetto-Steppe blühende Urbanität - nicht immer funktioniert, mussten die Planer schon ein paar Mal feststellen. Zuletzt im MuseumsQuartier und am Gürtel ganz besonders: Was hier funktioniert, sind Lokale, die laute Musik spielen, weil man da den Verkehr und die U-Bahn vergessen kann, oder die mit dem Redlight-Image des Gürtels kokettieren und einen auf Tabledance machen, allerdings mit Red-Bull-Wodka statt mit Schaumwein. Okay, nur zur "Kunst- & Kulturmeile" wird der Gürtel so halt nie. Die jüngsten Zugänge in den Bögen sind folgende:

El Mexicano, 8., Stadtbahnbögen 19-21 (U6 Thaliastraße), Tel. 0664/335 00 93, Mo-Fr 11.30-14, Mo-So 18-24 Uhr.

Seit Anfang Juli ist dort, wo vorher das unsägliche Pireus (sic) und davor noch ein paar wenig erfreuliche Etablissements waren, ein Mexikaner. Ja, mit allem, was dazu gehört, wie dem großen Sombrero und den bunt angemalten Wänden.

Weinstein, 9., Stadtbahnbogen 154, Eröffnung demnächst.

Dass die kleine Weinbar zwischen dem gestylten Cocktailgewölbe Halbestadt und dem nebenan beschriebenen Essstadt nicht Weinstadt heißt, ärgert den Walter Steinbrecher schon ein bisschen, aber wirklich nur ein bisschen. Die kleine Vinothek & Weinbar eröffnet dieser Tage.

Gürtelbräu, 8., Lerchenfelder Gürtel, Stadtbahnbogen 24-25, Tel. 402 41 95, So-Mi 18-2, Do-Sa 18-4 Uhr.

Bierlokal der klassischen Art, also mit Massivholz-Mobiliar und Messinglampen, aber irgendwie nicht uncool. Bei der Kreation einer neuen Speisekarte gab man sich aber so viel Mühe wie das Heben eines leeren Krügels macht: Spareribs, Hühnerflügel und die fettigen Konsorten.


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