WIENZEUG

Politik | aus FALTER 32/02 vom 07.08.2002

Ausländer in Wien Um nicht als Alibiorganisation verbrämt zu werden, publiziert der Wiener Integrationsfonds, der ein gleichberechtigtes Zusammenleben von Österreichern und Ausländern fördern soll, alljährlich einen Report zum Thema. Besonders der präzise statistisch-rechtliche Teil bietet aufschlussreiche Fakten zur Lebenssituation der Ausländer in Wien. Derzeit besitzen 16,4 Prozent der Wiener nicht die österreichische Staatsbürgerschaft, und nur diesen ist es zu verdanken, dass die Bevölkerung der Bundeshauptstadt im vergangenen Jahrzehnt nicht geschrumpft, sondern leicht gewachsen ist. Beinahe die Hälfte davon stammt aus den Nachfolgestaaten des ehemaligen Jugoslawiens. Die Ausländer senken auch den Altersschnitt der Pensionistenhochburg Wien: Mehr als vierzig Prozent der Zuwanderer sind jünger als dreißig Jahre, unter den Österreichern sind es nur dreißig Prozent. Den höchsten Ausländeranteil unter den Bezirken weist Rudolfsheim-Fünfhaus mit knapp dreißig Prozent


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