Mediensplitter

Medien | aus FALTER 32/02 vom 07.08.2002

Demonstration "Kündigung ist kein Konzept". Unter diesem Motto demonstrierten letzten Freitag 150 Mitarbeiter der Verlagsgruppe Milchstraße in Hamburg vor dem Anwesen der Geschäftsführung. Die Verlagsgruppe Milchstraße, in der die Zeitgeistillustrierte Max und das Programmblatt TV-Spielfilm erscheinen, kündigte vor einigen Tagen die Entlassung von siebzig Mitarbeitern an. Das sind mehr als zehn Prozent der 600 Mitarbeiter der gesamten Gruppe. Verantwortlich gemacht werden Einbrüche bei Anzeigen und im Vertrieb.

Presserat Der Verband österreichischer Zeitungen hatte sich aus diesem Gremium vor kurzem zurückgezogen, weil es im Konflikt mit der Journalistengewerkschaft zu keiner Einigung gekommen war (vgl. Falter 25/02). Nun meldeten sich die Abgeordneten Khol (ÖVP) und Schennach (Grüne) zu Wort. Khol fand den vertragslosen Zustand zwischen Journalisten und Herausgebern "besorgniserregend" und kündigte eine parlamentarische Enquete für den Fall an, dass sich bis Jahresende an diesem Zustand nichts ändere. Schennach appellierte an die Verleger, in den Presserat zurückzukehren.

Personalia im ORF Johannes Fischer, Feindbild der FPÖ, bis vor kurzem verantwortlich für die Sendungen "Betrifft" und "Pressestunde", übernimmt ab sofort die Leitung der Sendung "Thema". Auch das Wissenschaftsmagazin "Modern Times" bekommt einen neuen Chef. Manfred Sterling löst Margit Czöppan ab.

"megaphon" Das Grazer Straßenmagazin macht immer wieder mit interessanten Themen und Titeln auf sich aufmerksam. Die neue Ausgabe bringt ein Interview mit Sturm-Graz-Trainer Ivica Osim, der noch einmal seine WM-Bilanz zieht und unter anderem sagt: "Das viele Geld der Reichen ist ein Störfaktor geworden." Was man vom Geld für "Megaphon" nicht behaupten kann. Von den zwei Euro geht einer an den Verkäufer, der andere an die Caritas, die das Blatt herausgibt.


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