OHREN AUF! Yesterday's Jazzart

Kultur | KLAUS NÜCHTERN | aus FALTER 32/02 vom 07.08.2002

Man soll nicht immer nur über die bösen Majors mosern, die Industrie tut schon auch was für ihre Randgruppen und ihr Nischenprogramm. Zumindest, wenns nicht viel kostet. Universal etwa hat soeben die CDs Nr. sechs bis neun ihrer Reihe Austrian Jazzart herausgebracht, in der alte Alben in neuem, einheitlichem Design (Wolfgang Grossebner unter Verwendung von Gemälden von Franz Stefan Kohl) wieder aufgelegt werden. Man nennt das Repertoire-Pflege: Die Alben kommen in erster Linie vom Universal-Sub-Label Amadeo, weswegen der Anspruch, eine Best-of-Auswahl zu bieten, nicht erhoben werden kann. Dennoch lässt sich der Reihe ein repräsentativer Charakter nicht ganz absprechen, denn der prägende Einfluss des Vienna Art Orchestra (VAO), aus dem sich fast alle der präsentierten Musiker rekrutier(t)en, ist kaum zu bestreiten.

Der legendäre Krafttrompeter Bumi Fian etwa bläst schon seit 23 Jahren beim VAO und hat 1988 mit "Fian" ein Debüt vorgelegt, dem kein weiteres Album unter eigenem Namen


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