Klassische Streetworker

Kultur | CARSTEN FASTNER | aus FALTER 32/02 vom 07.08.2002

MUSIK. Überall Mozart, Brahms, Rossini, Bach: Straßenmusiker machen aus der Wiener Innenstadt einen Konzertsaal auf hohem Niveau. Ein Rundgang. 

Am Hof: ganz schlechter Platz, keine Top-Sights, keine Touristen. Niemand da. Täglich von elf bis zwanzig Uhr dürften hier, auf der Verkehrsinsel in der Platzmitte, Straßenmusiker ohne Genehmigung und Gebührenabgabe auftreten. Aber wer will das schon? Am einen Ende stinken die Fiaker um die Wette, am andern ist das Feuerwehrhaus und kein Mensch. Der einzige öffentliche Musizierplatz der City ohne Platzkartenpflicht ist eben das nicht ohne Grund, genauso wie die meisten der anderen 35 freigegebenen Plätze in den Bezirken. Eher triste Flächen.

  Gute Plätze für Straßenmusiker sind rar, und deswegen lässt die Stadt ihre Magistratsabteilung 36 K (Technische Gewerbeangelegenheiten, behördliche Elektro- und Gasangelegenheiten, Feuerpolizei und Veranstaltungswesen) den Zugang mittels Platzkartenvergabe regeln. Sechs Euro fünfzig kostet


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