Begnadete Körper

Kultur | MATTHIAS DUSINI  | aus FALTER 32/02 vom 07.08.2002

KUNST. In ihrer spannenden Schau "Vater Arsch" stellt Ines Doujak Fotos, Zwitterwesen und ein Stück Regenbogenparade in Holz aus. Dem "Falter" erzählte sie, warum sie ihren Beruf als Tischlerin aufgegeben hat. 

Ein Ziegenbock, der sich vor alpiner Kulisse im Spiegel btrachtet. Eine alte Frau mit Militärhosen, deren Hände durch Nietengürtel an die Oberschenkel gefesselt sind. Eine nacktes, tätowiertes Zwitterwesen, das auf einem Tisch kniet und den Kopf durch die Tischplatte steckt, während aus seinem Hintern ein grüner Schlauch herausragt. Das sind Ausschnitte jener surrealen Bildwelt, die den Betrachter derzeit im Keller der Secession erwartet. Nicht minder rätselhaft wirkt der Titel der Ausstellung: "Vater Arsch". Er wirkt wie ein Kommentar zu dem am Plakat abgedruckten Foto, das eine stehende Gruppe von Personen in Skianzügen zeigt. Ihre Gesichter sind von weißen, an die Kapuzen des Ku-Klux-Clans erinnernden Tüchern und Skibrillen verdeckt.

  Verantwortlich für Foto, Plakat,

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