TIERGARTEN HEUTE: Vollpension der Tiere

Stadtleben | aus FALTER 32/02 vom 07.08.2002

Die Headliner waren in ihrer Kreativität nicht zu bremsen: Auf "Der Tierkönig" (News) folgte "Der König von Schönbrunn" (Format). Gemeint war ER, Helmut Pechlaner, Direktor des Tiergartens Schönbrunn. Als die Schönbrunner Jaguare im März eine Tierpflegerin tödlich verletzten, konnte sich Pechlaner als tragischer Held positionieren, der bei seinem Rettungsversuch zu spät kam und selbst durch einen Prankenhieb verletzt wurde. Statt eines PR-Debakels im Jubiläumsjahr schossen die Bekanntheits- und Beliebtheitswerte des Tiroler Tierarztes in neue Höhen. Angeblich wünschte sich die Partei-Basis Pechlaner sogar als Nachfolger für Bernhard Görg an der Wiener ÖVP-Spitze.

  Erfahrung im Hochpäppeln einer heruntergewirtschafteten Einrichtung hat Pechlaner in der Tat. 1991 waren die Besucherzahlen im Keller, das mediale Image schwer angekratzt und die mit allerlei Unwägbarkeiten verbundene Privatisierung der Schönbrunner Tiergarten Ges.m.b.H. stand unmittelbar bevor. Pechlaner,


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