Rückkehr der Vernunft

Vorwort | CHRISTIAN FELBER | aus FALTER 33/02 vom 14.08.2002

KOMMENTAR. Down Jones und Fallstreet lassen die Pensionen wackeln. Was tun? 

Rechtzeitig vor einer weitreichenden Umstellung der Pensionssysteme kommen die Börsen zur Vernunft. Der deutsche Aktienindex DAX hat um die Hälfte "korrigiert", der Dow Jones um ein Drittel. Und plötzlich haben es alle immer schon gewusst: Das Schlaraffenland der Neunzigerjahre an der Wallstreet war nur eine Seifenblase, die keineswegs als realistisches Szenario für die nächsten vierzig Vorsorgejahre dienen kann. Dennoch wurde den Rentnern beiderseits des Ozeans eingeredet, dass sich die Börsen dauerhaft von der Wirtschaft entkoppeln und Renditen weit über der Wachstumsrate bringen könnten.

Einer predigt immer noch: Der Kapitalmarktbeauftragte der Bundesregierung, Ex-OMV-General Richard Schenz, hat sich zum Ziel gesetzt, 25 Prozent der österreichischen Bevölkerung zu Aktionären zu machen. Der Umstand, dass die Pensionskassen heuer schon zum zweiten Mal die Betriebspensionen kürzen, lässt ihn kalt.


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