AUFGEBLÄTTERT

Kultur | GERHARD STÖGER | aus FALTER 33/02 vom 14.08.2002

Zwei aktuelle Beispiele veranschaulichen, wie breit das Qualitätsspektrum von Aufsatzsammlungen zum Thema Popkultur gefächert sein kann. Durchaus bemerkenswert ist etwa die aktuelle Ausgabe Nr. 11 zum Schwerpunktthema "Humor" des in Buchform erscheinenden deutschen "Testcard"-Magazins. In seinen teils akademisch anmutenden Analysen popkultureller Phänomene zeichnet sich das Testcard-Redaktionsteam um den Journalisten und Kulturtheoretiker Martin Büsser schon seit Jahren durch den Versuch aus, individuelles Fantum mit einer gewissen Distanziertheit zum Objekt der Analyse zu verbinden. Pop wird nie affirmativ bejubelt, sondern kritisch - fallweise auch etwas gar zu kulturpessimistisch - beleuchtet. Mit Beiträgen zu so unterschiedlichen Pop-Figuren wie KLF, Helge Schneider, Jad Fair oder Thomas Kapielski sowie Reflexionen über die Entstehung des Humors in der bürgerlichen Gesellschaft, den Witz in der Kulturindustrie und den spezifischen Humor von Frauen in der Popmusik präsentiert


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