KUNST KURZ

Kultur | NICOLE SCHEYERER | aus FALTER 33/02 vom 14.08.2002

Wirtinnenverse, freiwillige Selbstkontrolle, Lolita und Fensterln gehören zu den Begriffen, die ein "Brainstorming" von Mitarbeitern der Österreichischen Nationalbibliothek (ÖNB) zum Thema Erotik ergeben hat. Die in der Ausstellung "Der verbotene Blick" (bis 31.10.) präsentierten Einfälle sollen offensichtlich die Bemühungen um eine wirklich populäre Schau dokumentieren. Auf den Infotafeln in der Schau ist über die ÖNB-Bestände ständig zu lesen, dass nie speziell zum Schwerpunkt Erotik gesammelt wurde; im Zeichen der Vollrechtsfähigkeit lockt man nun trotzdem mit dem immer ziehenden Thema in den Prunksaal der Nationalbibliothek.

  Der Ausstellungsparcours eröffnet mit aus Knochen geschnitzten Liebesgöttinnen, schwer erkennbaren Sexszenen auf Papyros und Sittenbildern des Harems, geht über zu Literatur der Renaissance, Aktfotos gut gebauter Jünglinge, sehr freizügigen Exlibris, Film- und Werbeplakaten mit nackter Haut und reicht bis hin zu erotischen Romanen in Esperanto.


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