Da Wühde

Stadtleben | FLORIAN HOLZER | aus FALTER 33/02 vom 14.08.2002

NEUES LOKAL. Die Geschichte des Weinhauses Wild ist lang und wechselhaft. Und seit einer Woche wird bewiesen, dass früher nicht alles besser war.

Wenn Erhard Auer davon zu erzählen anfängt, warum er das Grätzel rund um den Radetzkyplatz so mag, kann es länger dauern: Man erfährt vom Zivildienst beim Paketumleitpostamt, wo Winzer gut gefüllte Spinde unterhielten, von denen aus Ab-Hof-Verkauf veranstaltet wurde; dass er eigentlich immer hier in der Gegend wohnte, bis ihn sein Café Amacord aus dem Bezirk wegholte, dass er seine Bank hier aber immer noch habe und dass auch seine Freundin hier wohne. Und natürlich das Weinhaus Wild, dessen Geruch legendär gewesen sei, das von der Familie Kallat dreißig Jahre lang geführt und dann von zwei Kellnern ziemlich heruntergewirtschaftet wurde.

Nachdem das Weinhaus dann geschlossen war, erkundigte sich Auer voriges Jahr beim Hausbesitzer, was denn damit geschehen solle. Man wurde sich rasch einig, und Auer begann vor vier Monaten mit Umbau


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige