Standhalten!

Stadtleben | FLORIN MITTERMAYR | aus FALTER 33/02 vom 14.08.2002

MÄRKTE. Das Schicksal des Hannovermarkts in der Brigittenau ist besiegelt: Nach Abrissdrohungen und Protesten einer Bürgerinitiative hat die Bezirksvorstehung jetzt ein neues Sanierungskonzept beschlossen. 

Wenn ich jetzt meinen Stand verliere, muss ich mich wirklich umbringen." Senel Muammer, Betreiber der benachbarten Gemüsestände 53 und 66, ist verzweifelt. Bei der anstehenden Sanierung des Hannovermarkts soll sein Stand zur Hälfte abgerissen werden, einen neuen Stand hat ihm die Marktamtsleitung bislang nicht angeboten. Angeblich wegen dreier zu spät bezahlter Monatsmieten. Dabei hat der 35-jährige Türke einen unbefristeten Mietvertrag.

  Nicht nur Stand 53/66 wird verkleinert. Von den derzeit 94 Ständen des Markts in der Brigittenau stehen viele leer. Ein Sanierungskonzept und die Konzentration des Marktlebens ist allen Beteiligten schon lange dringendes Anliegen. Doch der erste Ansatz der Bezirksvorstehung ließ die schlimmsten Befürchtungen wahr werden. Gerade 39 Standln


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