PHETTBERGS PREDIGTDIENST: Prinz Gottschalk am Dornorfchen

Stadtleben | aus FALTER 33/02 vom 14.08.2002

... Er aber antwortete ihr mit keinem Wort. Da traten seine Jünger zu ihm und baten: Schick sie doch weg, denn sie schreit hinter uns her ...

Mt 15,21-28 (Evangelium am 20. Sonntag im Jahreskreis eines Lesejahres A)

Und Gottschalk wurde geprügelt von den Zeitungen, wie eitel, wie oberflächlich, wie selbstgefällig er war. Ich sehe das nicht so. Ich weiß, wie unmöglich es ist, vor Publikum ein Gespräch zu führen. Mich interessiert nämlich nur das wuchernde Gespräch im Fernsehen. Ohne Zeitbeschränkung, frei. Die Hyperkontrolliertheit. Ich will sie sich vergessend erleben. Und im Fernsehen haben sie keine Kopfhörer auf. Und es muss viele Stunden dauern. Bis die Langeweile kommt. Und dann beginnt das Sein. Die Langeweile muss dir zu wenig lange dauern, bis du die Gnade hast, dass die Tiere ja zu dir sagen, auf den können wir bauen. Auch Ihrem geringen Predigtdiener widerfuhr es dieser Tage. Von 19 Uhr, kurz nach dem Aufstehen, bis 3 Uhr früh saß ich auf der Ringstraße auf einer


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