TIER DER WOCHE: Dorschs Leber

Stadtleben | PETER IWANIEWICZ | aus FALTER 33/02 vom 14.08.2002

"Besser kritisiert als ignoriert. Ich kann wunderbar leben mit schlechter Kritik." Frank Farian, deutscher Musikproduzent

Kritik muss sein. Meist besteht sie aus einer feinen Mischung aus Verbalinjurien, Selbstbefindlichkeiten und einer kleinen Prise "Sachebene". Je nach Absender wird sie mehr oder weniger direkt abgeschossen. So schrieb einmal der Kritiker Oskar Blumenthal über ein in Berlin durchgefallenes Lustspiel: "Erster Akt: auf der linken Seite der Bühne eine Riesenvase mit Rosen. Zweiter Akt: eine Vase mit Sonnenblumen auf der rechten Seite. Dritter Akt: in der Mitte der Dekoration eine Vase mit Stiefmütterchen. Und so jagte ein Scherz den anderen." Sehr feinsinnig.

Auch in der Replik auf Kritik kann man mit Gelassenheit und Witz reagieren: So hielt der unter Beschuss geratene Trainer der deutschen Fußball-Nationalmannschaft, Berti Vogts, seinen Nörglern entgegen: "Wenn ich übers Wasser laufe, dann sagen meine Kritiker: ,Nicht mal schwimmen kann er!'"

Aber manchmal müssen auch


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