Liebe Leserin, lieber Leser!

Vorwort | ARMIN THURNHER | aus FALTER 34/02 vom 21.08.2002

Wir sind etwas spät dran mit unseren Flutgschichten, zugegeben. Blöd gelaufen, terminlich. Nicht dass wir nichts erlebt hätten.Wir sind der Flut hinterher, versuchten sie zu erwischen, so gut es ging, aber es war wie in der Fabel von Hase und Igel. Wohin die agilen jungen Falters kamen, die Flut war schon weg. Auf der Donauinsel blickte Florian Klenk in menschenleeres, trübes Wasser; keiner mehr da. Die Katastrophe war an Wien vorbeigegangen. Nina Horaczek fand in Greifenstein immerhin Opfer, die auch ein bisschen selber schuld waren: Leute, die sich im Überschwemmungsgebiet auf provisorischen Stelzenhäuschen (Superädifikaten, sagt der Jurist dazu) permanent angesiedelt hatten.

  Nina Weißensteiner und Gerald John saßen vor dem Fernseher, ertranken aber beinahe in der Phrasenflut und in der Schleimwelle, die aus dem Fernseher in den Wohnbereich quoll. Helmut Qualtinger hätte wahrscheinlich aus diesem Anlass das Wort "Hochwasserschädlinge" erfunden. Immerhin ist es Weißensteiner


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