VOR 20 JAHREN IM FALTER

Vorwort | aus FALTER 34/02 vom 21.08.2002

... interviewte Thomas Mießgang John Lurie, der mit seiner Band "Lounge Lizards" beim Wiesen-Jazzfestival zu Gast war.

Falter: Warum arbeitet ihr nicht mehr mit Gitarre und Orgel? War der heutige Auftritt ein spezielles (Versöhnungs-)Angebot für ein konventionelles Jazzpublikum?

John Lurie: Nein, auf keinen Fall - die andere Art war so aggressiv. Heutzutage in New York zu leben - du weißt nicht, was du machen sollst, so versuchst du deine Ästhetik aufrechtzuerhalten. Es muss etwas eleganter, etwas mehr "sophisticated" werden. Verstehst du, ich glaube, das kann weiter in eine musikalische Richtung gehen. Die andere Sache war so aggressiv, es war Lärm und Bewegung, die Gitarre, speziell mit Arto, die anderen kopierten ihn ja nur, und die Orgel ... Ich wollte mehr akustisch werden. Es war nicht nur, um speziell Jazz zu spielen. Verstehst du, es ist ja geradezu furchterregend, mit einer jazzmäßigen Besetzung hierherzukommen und eine jazzige Musik zu machen ...

Was ist eigentlich dein musikalischer Background?

Background? Ich spielte Mundharmonika. Dann traf ich diesen irren Typen, der mit einem Saxophon die Straße runterkam, und er lieh mir sein Saxophon und ich begann darauf zu spielen ...


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