Schlammpolitik

Vorwort | ARMIN THURNHER | aus FALTER 34/02 vom 21.08.2002

SEINESGLEICHEN GESCHIEHT. Über einige Formen nachkatastrophaler Peinlichkeit, Scheinheiligkeit und Schamlosigkeit. 

Ganz Österreich rückt jetzt zusammen, lese ich in der Kronen Zeitung. Höchste Zeit, ein wenig abzurücken. Auf Distanz zu den Krisenprofiteuren aller Arten zu gehen, die sich jetzt wichtig machen und ihr Publikum verblöden. Günther Nenning zum Beispiel, der uns Vorträge über Schuld und Erbsünde hält. Für Zwecke der Volksfrömmigkeit ziehe ich Kapläne Kolumnisten jedenfalls vor. Aber aus dem Schlammgrund der Ururahnen und der Urursünden steigen bei Nenning eh bloß der Heidegger, das Vaterunser und die Klimakatastrophe. Dieser sündige Bußprediger prophezeit uns eine "Serie von Klimakatastrophen" und ruft uns zu "Einsicht und Umkehr" auf. Vor dreißig Jahren trieb sich ein Moral predigender Jesuit namens Pater Leppich um und redete auf Marktplätzen den Leuten in alter Bußpredigertradition ins Gewissen. Er möge mir verzeihen, dass ich Günther Nenning zum Pater


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