Terror und kein Ende?

Vorwort | RAIMUND LÖW | aus FALTER 34/02 vom 21.08.2002

AUSLAND. Am Beispiel der baskischen ETA und der irischen IRA: falscher und richtiger Kampf gegen Terror. 

Die baskische ETA und die irische IRA sind seit Jahrzehnten die einzigen echten Guerillabewegungen Westeuropas. Anders als die Rote Armee Fraktion in Deutschland oder die Roten Brigaden in Italien, die vorübergehende Auswüchse der Jugendradikalisierung der Sechzigerjahre waren, reichen die Wurzeln der baskischen ETA-Kommandos, die diesen Sommer Angst und Terror an der spanischen Mittelmeerküste verbreiten, weit in die Geschichte zurück. Standen hinter der IRA der Mythos des irischen Unabhängigkeitskampfes und die Realität der Diskriminierung der Katholiken in Nordirland, so blickt die ETA auf die prominente baskische Rolle in der spanischen Republik und den langen, opferreichen Kampf gegen die Franco-Diktatur zurück. Als die anbrechende Demokratie Mitte der Siebzigerjahre Hunderte politische Gefangene freigab, die sich stolz zu den verschiedenen damals schon zerstrittenen ETA-Fraktionen


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