Krise in Indyland

Medien | NINA HORACZEK | aus FALTER 34/02 vom 21.08.2002

INTERNET. Das linke Internetforum Indymedia steht unter Beschuss. Gilt auch für antisemitische Postings die Meinungsfreiheit? Wie stehts um persönliche Untergriffe? Wer darf den "unabhängigen Nachrichtendienst" zensurieren?

In diesem Moment haben wir acht Gefangene der Landlosenbewegung MST in Mato Grosso, drei in São Paulo und zwei in Mina Gerais zu beklagen." Im Niger-Delta besetzen rebellische Frauen die Plattform des Ölkonzerns Chevron-Texacco, und in Griechenland steht ein besetztes Haus vor der Räumung. Nachrichten, die nicht von Journalisten geschrieben wurden, sondern auf der österreichischen Seite des mittlerweile weltweit aktiven Indymedia-Netzwerkes nachzulesen sind.

Seit den Straßenschlachten gegen das Treffen der World Trade Organization (WTO) im amerikanischen Seattle im Jahr 1999 hat sich der Widerstandsnachrichtendienst von einem kleinen Infobüro im Bundesstaat Washington zu einem weltumspannenden Anbieter für globalisierungs- und regierungskritische Meldungen aus


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