Kommentar 20 Jahre CD: ohne Geld keine Musik

Kultur | CARSTEN FASTNER | aus FALTER 34/02 vom 21.08.2002

Kein toller Geburtstag für die CD: Vor zwanzig Jahren, am 17. August 1982, begann die deutsche Polygram mit der industriellen Produktion der digitalen Klangspeicher, kurz darauf gingen die ersten Exemplare - Chopin-Walzer, gespielt von Claudio Arrau, und das Abba-Album "The Visitors" - über die Ladentische. Der Erfolg für die Plattenindustrie - vor allem für Sony und Philips, die den neuen Datenträger gemeinsam entwickelt hatten - war riesig, unglaubliche 110 Milliarden Stück wurden seither produziert.

Und jetzt? Herrscht eher betretenes Schweigen als Feierstimmung. Die CD sei in der Krise, heißt es schon seit ein paar Jahren. Stimmt fast: Natürlich ist die Obergrenze von 74 Minuten Musik pro Scheibe technisch längst überholt, bieten die DVD und andere Neuentwicklungen ungleich mehr Speicherkapazität und damit zumindest die Möglichkeit, die akustische Qualität der Wiedergabe entscheidend zu verbessern oder den alten Traum vom Raumklang zu realisieren. Und natürlich haben auch


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