MUSIKBUCH: Das Ende der Avantgarde-Wurst

Kultur | SEBASTIAN FASTHUBER | aus FALTER 34/02 vom 21.08.2002

Mit besonderer Neugier verfolgt der Kulturjournalist Thomas Mießgang, in den Achtzigerjahren Falter-Redakteur und nunmehr Kurator an der Kunsthalle Wien, die Avantgarden und Randgebiete, die schleichenden Veränderungen und großen Paradigmenwechsel in der Musik. Schon 1991 publizierte er dazu den Band "Semantics - Neue Musik im Gespräch", der das postmoderne "Anything goes" dieser Zeit auf dem musikalischen Sektor dokumentierte.

  Elf Jahre später ist nun der Nachfolger "Semantics II" erschienen. Schon der Untertitel, "Mögliche Musiken im Zeitalter der Desillusion", spricht eine deutliche Sprache und macht klar, warum der Autor gerade jetzt ein neues Buch zum Thema Innovation im Bereich der musikalischen Ausdrucksformen, der Produktion und Vermittlung vorlegt. Die grenzenlosen Möglichkeiten der Postmoderne hätten sich für viele Musiker nämlich schnell als eine Sackgasse der Beliebigkeit und Wurstigkeit herausgestellt. Mit Mießgangs Worten: "Wer heute ein Heavy-Metal-Riff mit


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