Halb so Flimm

Kultur | WOLFGANG KRALICEK | aus FALTER 34/02 vom 21.08.2002

SALZBURGER FESTSPIELE. Ein Schritt vorwärts, zwei Schritte zurück: Das heuer erstmals von Jürgen Flimm kuratierte Schauspielprogramm ließ zu wünschen übrig und endete mit einer kleinen Sensation. 

Er ist ein toller Typ, finde ich", schwärmt Montblanc-Präsident Norbert A. Platt am Ende seiner kleinen Ansprache im Salzburger Stadtkino. Anlass der für einen Manager ungewohnt persönlichen Worte: die Preisverleihung des von seinem Unternehmen finanzierten "Young Directors Project". Gemeint ist mit dem Kompliment allerdings keiner der jungen Regisseure, sondern der 61-jährige Jürgen Flimm, der bei den Salzburger Festspielen seit heuer für das Schauspielprogramm zuständig ist. Gerade hat Flimm mal wieder eine seiner charmant-improvisierten Reden geschwungen, sein Leinensakko ist wie immer genauso zerknautscht wie sein Gesicht, und irgendwie kann man sich sehr gut vorstellen, wie er den Sponsoren beim einen oder anderen Glas Rotwein den einen oder anderen Scheck abschwatzt.

  Flimm


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