Die Walschen-Saga

Kultur | MATTHIAS DUSINI | aus FALTER 34/02 vom 21.08.2002

LITERATUR. Die neuen Romane von Joseph Zoderer und Andreas Maier haben Südtirol zum Thema. Während Zoderer das Zusammenleben zwischen Deutschen und Italienern in düsteren Farben schildert, legt Maier den Schluss nahe, dass die ganze Welt ein Dorf ist. 

Gelegentlich greift der Tourist zur Belletristik, um sich über die bereiste Landschaft zu informieren - zu Theodor Fontane in der Mark Brandenburg, zu Leonardo Scascia auf Sizilien. Im Fall der norditalienischen Provinz Südtirol, die der Lauf der Geschichte aus dem Völkerkonglomerat des Habsburgerreichs gelöst hat, ist es Joseph Zoderer, der mit Romanen wie "Das Glück beim Händewaschen" oder "Die Walsche" Auskunft über Land und Leute gegeben hat.

  Auch in Zoderers neuem Roman "Der Schmerz der Gewöhnung" spielen die historischen Hintergründe der von ihm geschilderten Familientragödie eine gewichtige Rolle. Die Italienisierungspolitik der Faschisten oder die um ein friedliches Zusammenleben der Volksgruppen bemühte Neue Linke


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