Brave Bürger

Stadtleben | JULIA ORTNER | aus FALTER 34/02 vom 21.08.2002

DEMOKRATIE. Ein paar Bäume setzen dürfen sie, bei großen Planungsentscheidungen können sie nicht mitreden: Das müssen die engagierten Bürger der Agenda 21 jetzt beim umstrittenen Bauvorhaben in der Sensengasse feststellen. Ist Bürgerbeteiligung mehr als ein Schlagwort? 

Sie sind gegen den Abriss der Sofiensäle, gegen neue Straßen, gegen Fluglärm, gegen Hochhäuser und gegen neue Lokale - die zahlreichen Bürgerinitiativen der Stadt, Schrecken von Politikern, Planern und Architekten. Wie also aus bösen Bürgern brave Bürger machen? Mit Bürgerbeteiligung. Wiens Vorreitermodell für mehr Partizipation, die Agenda 21, macht seit 1999 am Alsergrund vor, wie Politik, Verwaltung und Menschen des Bezirks näher zusammenrücken. Das wichtigste Ziel des kommunalen Pilotprojekts, das Stadt und Bezirk jährlich 87.200 Euro kostet: Etwa hundert Bürger beteiligen sich mittlerweile in verschiedenen Gruppen aktiv an den Entscheidungen im Bezirk - sofern man sie lässt.

  Denn jetzt müssen


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