VOR 20 JAHREN IM FALTER

Vorwort | aus FALTER 35/02 vom 28.08.2002

... wurde die "Aktion Seibersdorf" vorgestellt.

Atommüll lagern in Österreich: Wie geht das? Indem man ein Stück Österreich zu Nicht-Österreich erklärt, es einfach exterritorial macht. Genau das plant unsere Regierung in einem Abkommen mit der Internationalen Atomenergiekommission (IAEO) betreffend die Laboratorien in Seibersdorf. Gegen diese Regierungsvorlage hat sich eine "Aktion Seibersdorf" konstituiert, die mit Unterschriftenlisten gegen das Abkommen protestiert.

  Bereits im September 1959 erfolgte die Grundsteinlegung für das "Allgemeine IAEO-Laboratorium" in Seibersdorf, das im Dezember 1961 seinen Betrieb aufnahm. Nach Inkrafttreten des Vertrages über die Nichtweiterverbreitung von Atomwaffen vom 5.3.1970 übernahm die IAEO die Verpflichtung zur "Durchführung von radiochemischen Analysen an Proben von Atomreaktorbrennelementen, welche von den Mitgliedstaaten der IAEO beizustellen sind".

  Die Aktion Seibersdorf betrachtet das geplante Abkommen als eine "unerhörte Herausforderung der Atomgegner und darüber hinaus der gesamten Bevölkerung unseres Landes".


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