WAS WAR/KOMMT/FEHLT

Politik | aus FALTER 35/02 vom 28.08.2002

WAS WAR

Wirbel um Beratungsstelle Helle Aufregung in Mariahilf! Der Grund: In der Gumpendorfer Straße soll eine Beratungsstelle für Haftentlassene entstehen. Menschen, die aus dem Gefängnis entlassen werden, sollen sich dort über Wohnungen, Jobs und rechtliche Hürden im neuen Leben informieren können. Die Bezirks-ÖVP macht gegen das Projekt nun mobil und sammelt Unterschriften. Mit Ganslwirt, Gruft, Aids-Hilfe-Haus und Rosa-Lila-Villa gäbe es schon genug soziale Einrichtungen im Bezirk. Beim Trägerverein Neustart verweist man darauf, dass die Betreuung Haftentlassener schon früher in Mariahilf stattgefunden habe.

WAS KOMMT

Shoah-Forschungszentrum? Neuer Vorschlag in der Debatte um ein Haus der Geschichte: Die Israelitische Kultusgemeinde bastelt gemeinsam mit dem Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstands, dem Institut für Zeitgeschichte der Uni Wien und dem Simon-Wiesenthal-Center an der Idee eines Shoah-Forschungszentrums, das sich von den bisherigen Konzepten eines Hauses der Geschichte oder Haus der Toleranz - beiden Konzepten fehlte breite Akzeptanz - unterscheiden soll. Die geplante Institution soll sowohl der Holocaust-Forschung als auch der Dokumentation und der Vermittlung der Shoah dienen. Das Projekt wird in den nächsten Wochen Bürgermeister Michael Häupl präsentiert.

WAS FEHLT

Ersatz für Krankenschein Wieder droht ein Projekt der Wenderegierung zu scheitern: Die so genannte E-Card wird den Krankenschein doch noch nicht ab dem nächsten Jahr ersetzen. Laut Wirtschaftsmagazin trend ist das Sozialministerium bei der Schaffung der notwendigen datenschutzrechtlichen Grundlagen säumig. Das Büro von Minister Herbert Haupt räumt ein, dass zumindest mit einer Verschiebung auf 2004 zu rechnen ist. Auf der neuen Chip-Karte sollen auch punkto Datenschutz sensible Informationen wie Blutgruppe oder Allergie des Versicherten gespeichert werden.


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