Die Meidlinger Bürgerwehr

Politik | EVA BAUMGARDINGER | aus FALTER 35/02 vom 28.08.2002

SICHER IN WIEN? Am Schöpfwerk gibt es schon lange so etwas wie eine Bürgerwehr. Ohne dienstbeflissene Parteisoldaten, dafür mit einem funktionierenden Netz aus Bewohnern, Sozialeinrichtungen und Exekutive. 

Manche Leute kennen das Schöpfwerk nur aus "Muttertag". Die fragen dann oft: "Gehts bei euch wirklich so zu wie in dem Film?" In dem Kurzfilm über den kommunalen Mikrokosmos gibt eine Bewohnerin mit einem verschmitzten Lächeln die Antwort: "Manchmal is no vü ärger."

  Die Selbstironie hat ihre Gründe. Das Schöpfwerk, der Großgemeindebau in Meidling, hat seit Jahren mit seinem ramponierten Image zu kämpfen. Und das nicht erst seit dem aufsehenerregenden Mord Anfang der Neunziger, bei dem ein 16- und ein 17-Jähriger einen Buben erdrosselten, um an dessen Sparbuch heranzukommen. Auch der Drogenhandel und randalierende Jugendliche haben der Riesensiedlung am Stadtrand den schlechten Ruf eingetragen.

  Dabei gibt es für die rund 5000 Bewohner mittlerweile ein gut funktionierendes


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