Vor der Sinnflut

Politik | NINA HORACZEK | aus FALTER 35/02 vom 28.08.2002

UMWELT. Zehn Jahre nach dem Umweltgipfel in Rio soll nun die bislang größte UN-Konferenz Lösungen für die zunehmende Umweltzerstörung und die wachsende Armut finden. Umweltschützer befürchten jedoch, dass es in Johannesburg schöne Reden, aber kaum konkrete Schritte geben wird. 

"Dass es ,so weiter' geht, ist die Katastrophe."

Walter Benjamin, Philosoph

Wenn die auf die positiven Kräfte des freien Marktes vertrauende Weltbank ein "radikales globales Umsteuern in der Wirtschaftspolitik" fordert, Politiker demonstrativ fair gehandelten Kaffee nippen und sogar Wirtschaftsforscher in Sachen Klimaschutz Alarm schlagen, dann steht ein Umweltgipfel vor der Tür. Bis zum 4. September treffen sich hundert Staats- und Regierungschefs mit 70.000 weiteren Teilnehmern zum UN-Gipfel für nachhaltige Entwicklung (World Summit for Sustainable Development) im südafrikanischen Johannesburg. Auf der Agenda stehen die dringlichsten Probleme der Menschheit: Armut, Umweltzerstörung und Ressourcenknappheit.


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