L'EMPLOI DU TEMPS: Im Reich der Zeichen

Kultur | aus FALTER 35/02 vom 28.08.2002

Ein Mann steigt aus seinem Auto, schlendert unauffällig, den Trenchcoat lässig über den Arm mit der Aktentasche geworfen, über einen Parkplatz. Als wäre er unsichtbar fügt er sich in eine Gruppe geschäftiger Angestellter in Anzug und Businesskostüm ein, betritt die Eingangshalle eines blitzblanken Büropalastes, passiert die Sicherheitskräfte und betritt einen Aufzug. Niemand bemerkt den sanft lächelnden, gepflegten Mann im Anzug. Niemandem fällt auf, dass er gar nicht hierher gehört. "L'emploi du temps" inszeniert diesen "Einbruch" ganz nüchtern und unaufgeregt. Und doch ist diese Sequenz spannend wie ein Thriller - gerade weil sie so banal ist, das Verhältnis zwischen Aufwand und Ertrag so gering ist. Was Vincent (Aurélien Recoing) erbeutet, sind bloß Werbematerialien einer nicht näher erklärten Behörde; aus diesen wird er sich auf seinen ziellosen Fahrten durch Autobahnknoten, Raststätten und Businesshotels eine fiktive Identität basteln.

  Auf gewisse Weise ist

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