Geschmeidige Dampfwalze

Kultur | GERHARD STÖGER | aus FALTER 35/02 vom 28.08.2002

MUSIK. Die neuen Alben von Queens of the Stone Age und Giddy Motors zeigen, dass Rockmusik dieser Tage auch ohne tägliche Friseurbesuche funktioniert. 

Zum einjährigen Jubiläum des großen Hypes um die Rock-'n'-Roll-Jungspunde The Strokes ergänzte die britische Lifestylebibel The Face kürzlich ihre umfangreiche Coverstory über das New Yorker Quintett mit einer Liste von vierzig neuen Rockacts, die das Blatt als "dressed-up, messed-up, young, sexy, drunk and dirty" charakterisierte. Die amerikanischen Queens of the Stone Age (QOTSA) würde man in dieser Liste wohl auch dann vergeblich suchen, wenn sich der wilde Haufen nicht schon vor einigen Jahren gefunden hätte: Sie zählen zwar ohne Zweifel zu den Rockbands der Stunde, setzen aber ausschließlich handwerklichen Schweiß an jene Stelle, an der viele ihrer jungen Kollegen mit einer Überbetonung stylischer Aspekte glänzen.

  Auch ihr Sound unterscheidet sie klar vom gegenwärtigen Neo-Rock'n'-Roll, dessen Referenzen häufig irgendwo


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