Geschichte zu verkaufen

JULIA ORTNER | Stadtleben | aus FALTER 35/02 vom 28.08.2002

DENKMALSCHUTZ. Sie haben die Gasometer zu einer Wohnanlage umbauen oder hinter den historischen Mauern des MQ Neubauten errichten lassen - den Sofiensälen müssen sie aber schon ein Jahr beim Einstürzen zuschauen. Die Wiener Denkmalschützer haben eine heikle Aufgabe: eingezwängt zwischen baufälligen Gebäuden, umbauwütigen Investoren und einem omnipräsenten Architekten namens Manfred Wehdorn. 

Sixties-Soulplatten-Sammeln, Marathonlaufen, Yogamachen. Solche Hobbys haben die anderen. Die Sofiensäle retten, die Klimt-Villa beschützen, die eine oder andere kleine Bürgerinitiative gründen oder schauen, welches Biedermeierhaus jetzt wieder abgerissen wird: Damit verbringt Markus Landerer seine Freizeit. Denkmalschutz ist nicht nur das spröde Hobby des Kunstgeschichtestudenten - es ist auch seine Leidenschaft. Sein Credo: "Auch wenn man ein historisches Gebäude nicht halten kann, muss man zeigen, dass man es niemand leicht macht, es abzureißen." Und leicht gemacht hat es der höfliche

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