PHETTBERGS PREDIGTDIENST : Ein McDonald's-Leben

Stadtleben | aus FALTER 35/02 vom 28.08.2002

Du hast mich betört, o Herr, und ich ließ mich betören. Du hast mich gepackt und überwältigt. Zum Gespött bin ich geworden den ganzen Tag, ein jeder verhöhnt mich. Ja, so oft ich rede, muss ich schreien, "Gewalt und Unterdrückung!" muss ich rufen ...

Jer 20,7-9 (1. Lesung am 22. Sonntag im Jahreskreis im Lesejahr A)

Jetzt stecke ich wie eigentlich bereits beinahe täglich meine Tube Senf in die Jacke und fahre zu McDonald's. Auch alle anderen Kinder hüpfen den Wechselschritt, wenn sie an den Händen ihrer Eltern über die Stufen zu McDonald's geleitet werden. Es ist eine schwere Sünde, zu McDonald's zu gehen, aber es ist meine Wahrheit. Es gibt ja nahezu nichts mehr zu essen bei McDonald's, nachdem sie nun die Senfsauce und die vegetarischen Burger aufgelassen haben, die so gut schmeckten, oder die gepressten Gemüse-McNuggets. Ich kenne alle Speisen auswendig, weiß, dass ich immer alles ohne Sauce essen muss - ausgenommen der Chilisauce, die sie aber nur höchstens fünf Wochen


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