FERNSEHEN

Medien | EVA WEISSENBERGER | aus FALTER 36/02 vom 04.09.2002

Da entwickelt Darren Starr, der Erfinder von Gassen- und Boutiquenhauern wie "Beverly Hills" oder "Melrose Place", endlich einmal eine Soap zu einem Thema, von dem er was versteht: "Starlets" (Sa, 17 Uhr, Pro7) spielt hinter den Kulissen einer High-School-Serie. Dylan war im echten Leben also offenbar ein hohler Aufreißer, Brenda eine sexbesessene Intrigantin, Kelly eine naive Landpomeranze und Brandon ein dummer Geck. Trotzdem sind die "Starlets" unecht, fad und strotzen vor noch mehr Klischees als andere Starr-Serien. Seit Dienstag ist sein letzter Hit, "Sex and the City", wieder im Programm (Di, 21.15 Uhr, Pro7). Die vier New Yorkerinnen sind noch immer auf Aufriss, hackeln nie, haben aber trotzdem in jeder Szene andere 400-Dollar-Schuhe an. Zwar kommt Kyle McLachlan als Charlottes impotenter Mann neu dazu, aber er ist nicht mehr so schön wie damals, als er für David Lynch arbeitete, sondern hat einen dicken Alkohol-und-Tabletten-Hals bekommen. Die Tussis nerven noch mehr, wenn man sich eine Zehe gebrochen hat, Manolo Blahnik-Stilettos also nicht einmal dann tragen könnte, wenn man welche hätte. Um ein letztes Mal mit Carrie zu sprechen: We are so over.


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