OHREN AUF! Schluss mit fett?

Kultur | GERHARD STÖGER | aus FALTER 36/02 vom 04.09.2002

Nach mehreren Jahren des künstlerischen und kommerziellen Booms war die deutsche HipHop-Szene zuletzt von einer gewissen Katerstimmung geprägt. Markante Vertreter wie die Absoluten Beginner oder Samy Deluxe arbeiten schon seit längerer Zeit zurückgezogen an neuem Material; nach wirklich überzeugenden Nachwuchsacts sucht man derweil vergeblich. Stattdessen gab es in den letzten eineinhalb Jahren viele vor allem durch ihre selbstgefällige Mittelmäßigkeit geprägte Veröffentlichungen.

Erfrischend unberührt von dieser Rezession zeigen sich Fiva MC & DJ Redrum, die mit ihrem Debüt "Spiegelschrift" (Buback/Ixthuluh) unspektakuläre, aber rundum gelungene Qualitätsarbeit liefern. Neben seiner relaxten Grundstimmung lebt das Album vor allem von Fivas Qualitäten als Geschichtenerzählerin: Die vielgeschätzte Münchner Rapperin, bekannt durch unzählige Live-Auftritte, verzichtet in ihrem ruhigen Reimfluss gänzlich auf die gängigen inhaltlichen Klischees des Genres, womit sie ihren


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