HINTERGRUND: Die Roncalli-Maschine

Stadtleben | aus FALTER 36/02 vom 04.09.2002

Fast 110.000 Euro kostet allein der Transport von Köln nach Wien. Vergangene Woche kam der Circus Roncalli mit seinen 150 historischen Wagen, das riesige Zelt mit 1500 Sitzplätzen samt hydraulischer Orchesterbühne in der österreichischen Hauptstadt an und lagerte in der Freudenau zwischen. Ab Anfang der Woche wird dann am Rathausplatz aufgebaut, und am Samstag beginnt das dreiwöchige Wien-Gastspiel des berühmten Poesie- und Heimweh-Circus: Zwei Vorstellungen täglich, sonntagabends ist spielfrei. Während der Saison sind 150 Menschen - Artisten, Techniker, Büroleute, ein 15-köpfiges Orchester - im Einsatz.

  "25 Jahre Roncalli" heißt das Jubiläumsprogramm, zu dessen Höhepunkten sicher der "Pierrot Lunaire" Pic zählt, der mit seiner Seifenblasennummer den Stil des Circus mit geprägt hat und zuletzt vor 15 Jahren in dessen Manege stand. Im Mittelpunkt des 28-Nummern-Programms steht das Lachen, zu sehen gibts auch die "Königin der Handstand-Equilibristik", eine "Antipodistin", Pferdedressuren und jede Menge Clowns. Man solle, so Circusdirektor Bernhard Paul, die Vorstellung verlassen und sich denken: "Hach, das hat gut getan." Zum Roncalli-Imperium (Jahresumsatz: 12,5 Mio. Euro) gehört übrigens nicht nur der Circus, sondern auch drei Varietés in Düsseldorf, Berlin und Stuttgart. In Köln werden historische Jahrmärkte, Nachlässe aus dem Circus- und Varietébereich sowie alte Ladeneinrichtungen gesammelt. Darüber hinaus wird über die Roncalli-Andenken GmbH das Merchandisinggeschäft (CDs, Häferl, Fächer und Bücher) abgewickelt.

Circus Roncalli, 7.-26. September, 1., Rathausplatz, Mo-Sa 20 Uhr, Mi, Do, Sa u. So auch 15 Uhr, Eintritt 15 Euro bis 43 Euro, Ermäßigungen. Karten: Tel. 588!85 u. 402!22!40 (ab 5.9.), www.roncalli.at


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