Auf Wiedersehn!

Vorwort | ARMIN THURNHER | aus FALTER 37/02 vom 11.09.2002

SEINESGLEICHEN GESCHIEHT. Ende der Wende? Freut euch nicht zu früh! Die "Krone" weiß schon, was ihr nicht wählen sollt.

Montagnachmittag hatte sich's ausgeschwiegen. Kanzler Schüssel rief knapp nach 15 Uhr Neuwahlen aus. Er vollzog damit nur, was Vizekanzlerin Susanne Riess-Passer, Finanzminister Karl-Heinz Grasser und Klubobmann Peter Westenthaler mit ihren Rücktritten am Sonntagabend unwiderruflich eingeleitet hatten: das Ende von Schwarz-Blau.

  Die FPÖ zeigte wieder offen jenes Gesicht, das die Wendepolitiker der ÖVP die längste Zeit nicht sehen hatten wollen. Der schmissige Ewald Stadler, Volksanwalt der Republik und ehemaliger FPKlubobmann, war von seinem schwarzen Kollegen Andreas Khol stets als unbedeutende politische Kraft hingestellt worden. Sein offen einbekannter Geschichtsrevisionismus hatte die FPÖ nach Ansicht der schwarzen Machterhalter nicht außerhalb des Verfassungsbogens gestellt. Jetzt stürzte der bedeutungslose Stadler die Wende. Beim niederösterreichischen


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