Show must go on

Politik | NINA HORACZEK, GERALD JOHN, EVA WEISSENBERGER und NINA WEISSENSTEINER | aus FALTER 37/02 vom 11.09.2002

NEUWAHLEN. Am 24. November wird gewählt: Die Schwarzen lassen Wolfgang Schüssel ein letztes Mal pokern, die Roten verteilen Steuerzuckerln, die Grünen wollen an die Macht und die Blauen sind einfach nur verzweifelt. 

Die einen hoffen auf Hilfe von oben. "Behüte uns Gott!", fleht ein Mitarbeiter eines FPÖ-Ministers zum Himmel: "Wenn Stadler, Kabas und Konsorten das Ruder übernehmen, gibt es nur eins: zwei Pistolen kaufen, voll tanken und raus aus dem Land." Andere suchen eher in der Hölle Beistand. "Wär haben noch eine Wundärwaffe: Stadlärrr!", adaptiert ein Funktionär eine Führer-Parole aus den letzten Kriegstagen, um resignierend anzufügen: "Im Ernst: Wir sind für hundert Jahre weg vom Fenster."

 Verzweiflung wäre eine Untertreibung. Panik trifft es schon eher. Am 24. November wird gewählt. Alle Parteien haben schon Konzepte in der Lade. Nur die FPÖ nicht. Die hat nur Haider. Der Kärntner Landeshauptmann hat so lange gegen die eigene Regierungsmannschaft intrigiert und


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