INTERVIEW KLAUS STEINER: "Opportunisten und Angsthasen"

Politik | aus FALTER 37/02 vom 11.09.2002

Klaus Steiner gilt im Rathaus nicht nur als unkonventioneller Planer, sondern auch als Querkopf. Dieser Rolle wird er rund um den Flächenwidmungsskandal gerecht.

Falter: Halten Sie die vom Kontrollamt kritisierten Vorgänge für Einzelfälle?

Klaus Steiner: Das sind keine Einzelfälle, weil es immer nur bestimmte Firmen und Personen betrifft und niemals den kleinen Häuselbauer. So eine Pflanze wie der Herr Vokaun kann nur in einem Ambiente gedeihen, das rundherum stimmt, auch in den oberen Etagen des Rathauses. Alle, die Karriere machen wollen, schauen weg oder machen mit. Das sind Opportunisten und Angsthasen.

Wen meinen Sie damit?

Planungsstadtrat Rudolf Schicker nehme ich aus, weil er erst seit kurzer Zeit im Amt ist. Planungsdirektor Arnold Klotz zähle ich aber dazu. Klotz ist entweder ahnungslos oder hat weggeschaut. Wobei ich überzeugt bin, dass ihm klar war, was geschieht. Schickers Vorgänger Bernhard Görg hat sich für die Umwidmung des Atzgersdorfer Friedhofs bis hin zu beleidigenden

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