PRESSESCHAU

Medien | EVA WEISSENBERGER | aus FALTER 37/02 vom 11.09.2002

Susanne Riess-Passer hatte keine gute Woche. Neben Demütigungen, Rücktritten, Sitzungen rund um die Uhr, musste sie auch noch Interviews geben. Über Kinder: "Ich lese mit großem Interesse Literatur über späte Mütter und habe es auch schon mit meinem Frauenarzt besprochen." Über ihre größte Stärke: "Ausdauer." Über ihre Mutter: "Sie leidet sehr..." Eine Enthüllung hätte die Herzen ihrer Parteifeinde aber echt erweichen können: "Daheim ist die Frau VK schlicht der Schnuffel." Aber nein! Also hatten auch die Journalisten eine schwere Woche. Warten, warten, warten rund um die Uhr. Da kommt man einander näher: Am Donnerstag brachten die Krone, der Kurier, die Presse, der Standard und die Salzburger Nachrichten alle dasselbe Foto auf Seite 1 - die FPÖ fällt Riess-Passer in Form eines Transparents in den Rücken. Und manchmal überstürzten sich die Ereignisse derart, dass sich sogar Online-Journalisten selbst überholten: Am Donnerstag standen auf ORF On zwei Haider-Bildchen nebeneinander. Unter dem linken wurde Haider so zitiert: "Sonderparteitag letzter Ausweg." Unter dem rechten stand: "Brauchen keinen Sonderparteitag."


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