Ein Fest für Moritz

Kultur | WOLFGANG KRALICEK | aus FALTER 37/02 vom 11.09.2002

THEATER. Die beste Thomas-Bernhard-Aufführung der Stadt ist in der Josefstadt zu sehen: "Über allen Gipfeln ist Ruh" mit Joachim Bißmeier. 

Ein Dramatiker, dessen Stücke gleichzeitig an allen drei Wiener Großbühnen gespielt werden, ist entweder ein Klassiker und lange tot oder ein Zeitgenosse und gerade groß in Mode. Auf den vor knapp 14 Jahren gestorbenen Thomas Bernhard trifft weder das eine noch das andere zu - und doch ist er der Autor der Stunde: Nach der De-luxe-Inszenierung seines Spätwerks "Elisabeth II." im Burgtheater und der Trash-Version seines Frühwerks "Die Jagdgesellschaft" im Volkstheater ist nun im Theater in der Josefstadt die Komödie "Über allen Gipfeln ist Ruh" (1981) zu sehen.

  Das in Österreich noch nie gespielte Stück gehört zu Bernhards leichtesten, witzigsten Werken: Gezeigt wird "Ein deutscher Dichtertag um 1980" (Untertitel), womit ein Tag im Leben des deutschen Großschriftstellers Moritz Meister gemeint ist. Der Meister, der mit seiner resoluten


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