Der Mann mit dem Hammer

Kultur | WOLFGANG KRALICEK | aus FALTER 37/02 vom 11.09.2002

AUSSTELLUNG. Viel Material, wenig Durchblick: Im Mumok wird die erste umfassende Schau zum vielfältigen Werk des Jahrhundertkünstlers Antonin Artaud gezeigt. 

Der erste Eindruck kann vermutlich gar nicht anders als enttäuschend ausfallen: Im großen Saal für Sonderausstellungen im Museum Moderner Kunst (Mumok) sind zwanzig Vitrinen verteilt, in denen Briefe, Fotografien, Bücher und andere Materialien zu Leben und Werk des Künstlers präsentiert werden; an den Wänden hängen Zeichnungen, in zwei Nebenräumen laufen Videos. Alles in allem: eine Ausstellung. Ach so.

  Aber was hatte man denn sonst erwartet? Auch die weltweit erste Ausstellung, in welcher der Versuch unternommen wird, das Werk des sagenhaften französischen Dichters, Theatermachers, Schauspielers, Theoretikers und Künstlers Antonin Artaud (1896-1948) umfassend darzustellen, ist zunächst natürlich auch nur eine Ausstellung. In jahrelanger Recherchearbeit hat das Kuratorenduo Cathrin Pichler und Hans Peter Litscher


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