Kunst kurz

Kultur | NICOLE SCHEYERER | aus FALTER 37/02 vom 11.09.2002

Nach zähen Verhandlungen mit den Mietern sperrt am 13. September das quartier21, die "hippe" Abteilung des MuseumsQuartiers (MQ), auf. Anlässlich des Einzugs der 22 Kulturinitiativen gibt es wieder ein Volksfest: Ministerin Gehrer eröffnet am Freitag um 18.30 Uhr ein Gokartrennen am Vorplatz des MQ; musikalisch wird diesmal nicht (wie zur MQ-Eröffnung) Austropop geboten, sondern ein Open-Air-Konzert des HipHop-Pioniers Grandmaster Flash; in der Ovalhalle sind Animationsfilme österreichischer Künstlerinnen zu sehen, außerdem eine Ausstellung des Friedrich-Kiesler-Zentrums über die Gestaltung der 1942 in New York gezeigten Schau "Art of this Century" und eine Präsentation europäischer Projekte und Konzepte zu Kunst im öffentlichen Raum. Das Institut Fünfhaus veranstaltet das Symposium "Interdependences between Art, Music and Politics", bei dem unter anderen Ben Ratliff von der New York Times und Stefano Isidoro Bianchi vom italienischen Musikmagazin Blow Up sprechen werden. Die Schwierigkeiten der Kulturinitiativen beim Vertragsabschluss mit MQ-Chef Wolfgang Waldner & Co arbeitet monochrom auf: Wer etwas über die Machenschaften hinter den schönen neuen Büros erfahren will, sollte sich monochroms Tragödie "Blutzoll im Teufelsquartier" Freitag Mitternacht auf keinen Fall entgehen lassen. (Eröffnungsprogramm unter www.mqw.at).

  Auch dieses Jahr wird wieder der mit 11.000 Euro dotierte Msgr. Otto-Mauer-Preis an einen Kandidaten aus dem Bereich bildende Kunst vergeben. Zur Teilnahme sind zwischen 2. und 4. Oktober eine Dokumentation des bisherigen künstlerischen Schaffens, ein Lebenslauf und ein Foto beim Otto-Mauer-Zentrum (9., Währinger Straße 2-4; www.otto-mauer-fonds.at) einzureichen.


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