Stadtrand: Nachbars Attacke

Stadtleben | aus FALTER 37/02 vom 11.09.2002

Konkurrenz belebe das Geschäft, heißt es ja. Und in den meisten Fällen stimmt das wohl auch: Wenn die in dem einen Laden etwas nicht haben (unfreundlich/ überteuert/inkompetent sind), dann wird halt zum Mitbewerber gegangen. Eine Schmuck-Kaufhausbesitzerin in der Innenstadt bekam jetzt die Konkurrenz zum direkten Nachbarn: ähnliches Angebot, ähnliche Aufmachung und ähnliche Anmutung - und das gleich nebenan. Wenigstens beim Namen gibts kaum Überschneidungen. Der Geschäftemacher versuchte sich zuvor an dem Standort wohl eher glücklos als Antiquitätenhändler. Angeregt durch das immervolle Kaufhaus eine Hausnummer weiter, hat er jetzt sein Sortiment umgestellt. Die Kaufhausbesitzerin - selbst seit vielen Jahren im Geschäft - sieht die Sache mit dem neuen alten Nachbarn sowieso eher gelassen: Die Stammkundschaft weiß, wo die Kaufhaustüre ist.

  In der Praterstraße kam es übrigens auch zu einer "inspirativen Geschäftsübernahme". Vis-à-vis des dort seit Jahren residierenden (okay, diesen Sommer ist man ein paar Häuser weiter gezogen) Fahrradgeschäfts Bike Attack sperrte vor einiger Zeit ein neuer Shop auf: Handy Attack. Genau: Hier wird nicht mit Rädern, sondern mit Mobiltelefonen angegriffen. C. W.


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