Heroin zum Kaffee

Stadtleben | FLORIAN KLENK und JULIA ORTNER | aus FALTER 37/02 vom 11.09.2002

DROGEN. Hepatitis, Aids, Überdosierung und jetzt Rattengift im Heroin. Österreichs Drogenkranke verelenden im öffentlichen Raum. Die rote Stadtregierung will nun endlich über staatlich kontrollierte Heroinabgabe und Fixerstuben nachdenken. Bankrotterklärung oder gesundheitspolitischer Meilenstein? 

Ein steriler Raum, davor ein Wartezimmer. Per Signalton wird der Patient aufgerufen. Er bekommt eine Spritze, ein paar Tupfer, Infobroschüren und ein bisschen sauberes Wasser gereicht. Dann muss er sich die Hände waschen, wird an einen sauberen Platz geführt. Vielleicht darf sich der Patient auch hinlegen: wenn er seine Venen nur noch im Schambereich findet, weil sie an Armen und Beinen total zerstochen sind. Hier bekommt der Kranke, wenn er auf den Kick durch die Nadel nicht verzichten kann und will, eine kleine Ampulle Heroin. Unter medizinischer Aufsicht setzt sich der Patient seinen Schuss. Hat er zu viel erwischt, wird ein Notarzt alarmiert, der ihm das Leben rettet. "Solche Drogenkonsumräume


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