VOR 20 JAHREN IM FALTER

Vorwort | aus FALTER 38/02 vom 18.09.2002

IM FALTER

berichtete F. Polleroß von der "Öko-Ethologie gegen das Kamptal"

Nach dem Willen der Verantwortlichen soll nach der NÖ Landtagswahl 1984 mit dem Bau der beiden Kraftwerke im mittleren Kamptal begonnen werden. Ein von der Newag mit Professor Otto König gegründetes "Institut für Angewandte Öko-Ethologie" soll den dabei an der Tier- und Pflanzenwelt entstehenden Schaden wissenschaftlich dokumentieren und eine "Revitalisierung der Stauseen", also die Belebung eines toten Gewässers, ermöglichen.

  Die schöne Natur zwischen Rosenburg und Wegscheid soll bei gleichzeitiger Untersuchung des Todeskampfes beseitigt werden und Prof. König soll im Kamptal "Lebensraum aus zweiter Hand" mit besserem (?) Konzept als sein Vorgänger schaffen. Österreich hat also die Chance, ein Retorten-Kamptal zu bekommen.

  Dieser "Kompromiss im Interesse der E-Wirtschaft" (LR Höger) besteht aus einer 100-%-Verwirklichung der NEWAG-Pläne. Das lässt sogar die NEWAG tief in den Säckel der Strombezieher greifen: 0,1 % der 1980 errechneten Bausumme werden für das "wissenschaftliche" Alibi aufgewendet, ein im Vergleich zum Werbeaufwand der Energiezaren wahrhaft stolzer Betrag. In der Bilanz des Landesmultis wird die Summe wahrscheinlich ohnehin im Budget für Imagepflege und Verkaufsförderung veranschlagt sein.


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