Die Putsch-Oper


armin thurnher
Vorwort | aus FALTER 38/02 vom 18.09.2002

SEINESGLEICHEN GESCHIEHT Freude über die Selbstzerstörung der FPÖ? Nein. Sie zerstört das Ansehen von Politik gleich mit. armin thurnher

Man kann alles übertreiben. Was uns Teile der politischen Klasse derzeit zumuten, hat zwar Unterhaltungswert, aber nicht zuletzt auf Kosten des Ansehens der Politik. Der Reflex beim Publikum fällt, so steht zu befürchten, nicht besonders differenziert aus, er klingt vermutlich eher nach "Scheißpolitiker, alle erschießen". Die vermeintliche Selbstzerstörung der FPÖ ist alles andere als das, sie ist vielmehr ein weiterer Schritt in der Zerstörung normaldemokratischer Strukturen in Österreich.

  Zwischenruf aus der notorischen Ecke: Die hat es ja nie gegeben! Es gab doch die Nebenregierung und es gab keinen demokratischen Wechsel, also war Österreich keine Demokratie! Das ist leider falsch, denn erstens gab es Machtwechsel, von Rotschwarz zu Kohlschwarz zu Kreisky-Kronen-Rot zu Rotblau und zurück zu Rotschwarz; richtig ist, dass entweder Rot

Abo hier bestellen Abo hier bestellen
Bestellen Sie hier ein FALTER-Abo Ihrer Wahl und erhalten Sie sofort einen Digitalzugang, um Artikel kostenfrei zu lesen.
Wenn Sie kein FALTER-Abo haben, können Sie diesen Artikel hier einzeln kaufen, als neuer Nutzer kostenfrei mit Startguthaben.

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige